Stellungnahme zur Berichterstattung über den Rückgang des Stints in der Elbe

In den vergangenen Wochen wurde in verschiedenen Medien über den Rückgang des Stints in der Elbe berichtet.

Als Ursache für diesen Rückgang wurden in den Beiträgen verschiedene mögliche Ursachen genannt. Die BILD Hamburg vom 12.03.2020 nennt als alleinigen Grund die Kühlwasserentnahme am Heizkraftwerk in Hamburg Moorburg und beruft sich dabei auf eine Studie des Instituts für angewandte Ökologie. Die IfÖ-Studie bietet allerdings keine Grundlage für diesen monokausalen Zusammenhang.

Dem IfÖ zufolge ist der Stint eine Massenfischart mit sehr großem Vermehrungspotential. Eine Folge von Massenbeständen einzelner Fischarten ist immer wieder das kurzzeitige Auftreten von Infektionskrankheiten und Parasiten, die die Population vorübergehend stark beeinträchtigen. Diesem Phänomen begegnet die Natur mit hohen Reproduktionsraten. Neben dieser Besonderheit wird der Stint in der Elbe in großem Umfang befischt.

Nach Ansicht des Instituts für angewandte Ökologie liegt die Vermutung nahe, dass Beeinträchtigungen dieser Fischart durch die Kühlwasserentnahme naturbedingt vollständig ausgeglichen werden.

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Die Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg GmbH betreibt am Standort Hamburg Moorburg eines der effizientesten und umweltfreundlichsten Steinkohlekraftwerke Europas. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2015 deckt das Kraftwerk ca. 80 % des Hamburger Strombedarfs und leistet als größtes Kraftwerk Norddeutschlands einen entscheidenden Beitrag zu Stromversorgung und Netzstabilität der gesamten Region.